|
Zur Geschichte von Botulinumtoxin - Vom Lebensmittelgift zur Strategie gegen Falten
Das Wort Botulinumtoxin (Botulinumtoxin) leitet sich von lat. „botulus“ = „Wurst“
ab. Anfang des 19. Jahrhunderts beschrieb der deutsche Arzt und Dichter
Justinus Kerner mehrere Fälle von Lebensmittelvergiftungen, die nach
dem Verzehr verdorbener Würste aufgetreten waren. 1885 gelang der
Nachweis des dafür verantwortlichen Bakteriums. Die Erfolgsgeschichte
von Botulinumtoxin Botulinumtoxin hängt damit zusammen, dass man sich die muskellähmende
Wirkung zu Nutze macht. Somit war erstmals eine Behandlung von Zuständen
möglich, die durch eine Verkrampfung der Muskulatur entstehen. Der
Augenarzt A. Scott hatte bereits bei der Botulinumtoxin Behandlung von Personen mit Lidkrampf
beobachtet, dass Gesichtsfalten verstreichen. Der Dermatologe Alastair
Carruthers aus Vancouver (Canada) behandelte erstmals Ende der Achzigerjahre
erfolgreich die Zornesfalte mit Botulinumtoxin (Botulinumtoxin).
Botulinumtoxin wird heute zur Behandlung von Schielen, Verkrampfungen
der Gesichts- und Halsmuskulatur sowie bei gewissen Formen von
Migräne eingesetzt. Weiter findet es Verwendung
in der Behandlung von übermässigem Schwitzen und schmerzhaften
Hautrissen im Bereich des Darmausganges.
Die Behandlung von Gesichtsfalten mit Botulinumtoxin ist kosmetisch und erfolgt ausserhalb
der medizinischen Anwendung.
|