Leider hat die Häufigkeit des Melanoms, des schwarzen Hautkrebs, in
den letzten Jahren sehr stark zugenommen, vor allem in den reichen Industrieländern.
Heute erkranken 15 x mehr Menschen als noch vor 60 Jahren am schwarzen
Hautkrebs. Man nimmt an, dass dafür das Verhalten in der Freizeit
und in den Ferien hauptverantwortlich ist. In den reichen Industrieländern
konnte man sich seit den letzten Jahrzehnten Urlaub im Winter am Südseestrand
leisten oder während der Sommermonate Skisport auf dem Gletscher.
Dies hat dazu beigetragen, dass sich immer mehr Personen plötzlich
und zu starken Sonnenbelastungen ausgesetzt haben. Der Preis dafür
ist die besorgniserregende Zunahme des Melanoms.
Wie kann man ein Melanom erkennen? Ein normales Muttermal kann erhaben oder flach sein, sieht aber symmetrisch
aus. Die wichtigsten Merkmale eines Melanoms werden nach der ABCD Regel
folgendermassen zusammengefasst:
- Asymmetrie: Durch ein Melanom lässt sich keine Spiegelachse legen
- Begrenzung: Ein Melanom ist unregelmässig begrenzt.
- Color: Ein Melanom hat meist mehrere Farbtöne. Ein Muttermal ist gleichmässig braun.
- Durchmesser: Melanome haben meistens einen Durchmesser von über 6 Millimetern, sind grösser als der Durchmesser eines Bleistifts.
Therapie und Heilungschancen Je früher ein Melanom erkannt wird, desto schneller kann die Therapie
erfolgen und desto grösser sind die Heilungschancen. Dünne Melanome
mit einer Dicke unter 1 mm haben eine gute Prognose. Gelegentlich ist es auch für Hautärzte nicht einfach, unregelmässige
Muttermale von frühen Melanomen zu unterscheiden. Ein unverzichtbares
Hilfsmittel dafür ist das Dermatoskop. Damit sind die Pigmentstrukturen
viel genauer als von Auge oder mit einer Lupe zu sehen. Kleine Melanome,
von Auge kaum von einem Muttermal zu unterscheiden, können somit
frühzeitig erkannt und behandelt werden. Die Therapie des Melanoms erfolgt chirurgisch, und zwar muss die pigmentierte
Hautveränderung als Ganzes herausgeschnitten werden. Auf gar keinen
Fall dürfen unregelmässig pigmentierte Muttermale mit dem Laser
entfernt werden! Wenn die Diagnose eines Melanoms in der feingeweblichen Untersuchung gestellt
wurde, wird man das umgebende Hautareal nochmals herausschneiden. Zudem
wird empfohlen, eine Röntgenaufnahme des Brustraumes sowie eine Ultraschall-Untersuchung
der Lymphknoten und des Bauchraumes durchzuführen, um Ableger des
Melanoms zu erkennen. Bei Melanomen, die dicker als 1 mm sind, kann der
Lymphknoten speziell untersucht werden, durch den der Lymphabfluss der
Körperstelle mit dem Melanom geleitet wird. Weitere dermatologische Kontrollen sind in regelmässigen Abständen
nötig. Vor allem geht es darum, neue Melanome frühzeitig zu
entdecken.
 Melanome
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