Hautkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung. In der Schweiz entwickeln
jedes Jahr über 16'000 Personen einen oder mehrere Hauttumore. Die
Hauttumore können meistens problemlos geheilt werden, wenn sie früh
entdeckt werden.
Warum kommt es zum Hautkrebs? Normalerweise werden
die Krebszellen sofort von der Immunüberwachung erkannt und zerstört.
Eine wichtige Rolle spielen auch die sogenannten Reparatur- Enzyme, die
defekte Gene wieder flicken, damit keine Krebszellen entstehen.
Wer und mit welchem Alter von Hautkrebs betroffen wird, hängt einerseits
von der Erbanlage ab. So entwickeln zum Beispiel rothaarige, weisshäutige
Personen häufiger Hautkrebs. Es gibt auch Erbkrankheiten, bei denen
die Reparaturenzyme nicht richtig funktionieren. Diese Menschen entwickeln
schon als Kinder Hauttumoren, in einem Masse, wie sie sonst erst im hohen
Alter auftreten.
Sonnenbestrahlung und Solarien vermeiden –
die wichtigste Vorbeugemassnahme. Die Experten sind sich einig,
dass eine übermässige Sonnenexposition der Hauptgrund für
die stetig wachsende Häufigkeit von Hautkrebs ist. Früher glaubte
man, dass die in den Solarien verwendeten UVA-Strahlen harmlos seien.
Nach neuesten Erkenntnissen steht fest, dass diese das Immunsystem der
Haut schwächen und damit zu Hautkrebs führen können. Ausserdem
sind sie für die Hautalterung hauptverantwortlich. Wenn man sein
gutes Aussehen auch im Alter bewahren möchte, sollte man sich keinesfalls
Solarien aussetzen .
Tipps zur Vermeidung von Hautkrebs:
- Meiden Sie die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr.
- Tragen Sie im Sommer Kleidung, die gut vor Sonne schützt
- Bei Aufenthalt im Freien, auch bei bedecktem Himmel, verwenden Sie eine Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor (mindestens 25).
- Tragen Sie Sonnenbrillen mit 100 % UV-Schutz, die auch vor blauem Licht schützen
- Benützen Sie keine Solarien
- Sind Sie Ihren Kindern ein Vorbild im Umgang mit der Sonne
- Lassen Sie sich dermatologisch untersuchen, falls Ihre Muttermale Farbe, Grösse oder Form verändern (siehe weitere Info zum Thema
Melanom), oder falls Sie Wunden an der Haut beobachten, die nicht abheilen.
© by: Dr. med. Myriam Wyss Spezialärztin FMH für Dermatologie und Venerologie, spez. Allergologie und klinische Immunologie |
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