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Formen und Ursachen
Der Eindruck eines übermässigen
Haarwuchses entsteht durch die Umwandlung feiner Wollhaare in dicke
Terminalhaare an Orten, wo sie unerwünscht sind. Dabei werden je
nach Einfluss männlicher Sexualhormone, nach Lokalisation und
Geschlecht Hypertrichose und Hirsutismus unterschieden.
Hypertrichose
Unter Hypertrichose (griechisch,. Ueberbehaarung. ) versteht man
stärkeres Wachstum von Haaren, als es dem betreffenden Körperteil,
Alter, Geschlecht oder Rasse entspricht. Dieses Haarwachstum ist von
männlichen Sexualhormonen (Androgenen) unabhängig. Das normale
körperliche Behaarungsmuster variiert rassenbedingt sehr stark,
weshalb die Abgrenzung zwischen normaler Behaarung und Hypertrichose
nicht scharf ist. Deshalb ist die persönliche Empfindung von
"Zuviele Haare" für die Diagnose einer Hypertrichose
entscheidend.
Hier spielt die soziokulturelle Umgebung eine entscheidende
Rolle, insofern als eine Frau aus dem Mittelmeerraum ihre Behaarung
in Nordeuropa weniger akzeptiert als in ihrer angestammten Heimat,
wo viele Frauen rassisch bedingt einen stärkeren Behaarungstyp
aufweisen und deshalb als normal einstufen. Eine Hypertrichose kann
am ganzen Körper auftreten oder sich auf einzelne Stellen
beschränken:
1. Hypertrichosen, die den ganzen Körper betreffen (generalisierte Hypertrichosen):
1.1.Rassisch, ohne zugrundeliegende Störung: häufiger im Mittelmeerraum und Indien.
1.2 Praepuberale Hypertrichose: tritt schon in früher Kindheit auf
1.3 Krankhafte Hypertrichosen: Durch Allgemeinerkrankungen oder Medikamente bedingt (Antiepileptikum Phenytoin ,
Immunsuppressivum Ciclosporin)
2. Hypertrichosen, die auf einen Körperteil beschränkt sind (lokalisierte Hypertrichose):
2.1. Familiäre umschriebene Mehrbehaarung, zB. der Ohren, Ellbogen
2.2. Behaarte pigmentierte Muttermale, die entweder seit der Geburt vorhanden sind oder später auftreten (Becker-Naevus)
2.3. Hypertrichose nach chronischen Entzündungen (Sudeck. sche Dystrophie) oder nach längerem Gipsverband
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